Das Spiel beim SV Ostrau stand unter keinem guten Zeichen – wetterbedingt. Schneeregen und Sonne im Wechselbad des Möglichen. Beiden Mannschaften war es egal – so konnte Schiedsrichter Eichelmann nach einer Schweigeminute auf Wunsch der Gastgeber in gewohnter und ruhiger Manier das Spiel anpfeiffen.

Roßwein wieder mit einer umgewürfelten Aufstellung – man spielte ja auswärts – auf dem Platz. Ostrau spielte zunächst wie die Feuerwehr. Angriff über Angriff und keine Entlastung für Pfitzner und Borchert in der Abwehr. Die Gastgeber gefährlich und treffsicher dazu. Bereits die erste Ecke nutze der beste Mann an dem Tag. Die Abwehr des RSV stellte falsch zu – Müller sprang am höchsten und köpfte zur Ostrauer-Führung ein (7. Min.). Roßwein nun in Alarmbereitschaft aber ohne funktionierende Ideen. Nach Ballverlust im der Vorwärtsbewegung nutzte Richter die Chance und schob zum 2:0 ins lange Eck ein – Torwart Weißbach streckte sich zwar wie eine Katze aber der Ball war zu plaziert. Jetzt war Roßwein endlich wach – leichte Vorteile wurden sich nun erspielt. Die Abwehr bastelte noch am besten Mittel gegen den schnellen Müller – die Offensive war nun von hitzigen Weckruf gefordert. Schiedsrichter Eichelmann hingegen hatte das Spiel indes unter Kontrolle und leitete indes alles sehr souverän – was sich im Verlauf bewahrheiten sollte. Roßwein machte nun sein Spiel – aus einem Rückstand eben – immer besser. Im Zusammenspiel mit Koch packte sich Dähnhardt ein Herz und zirkelte den Ball zum Anschluss in die Maschen (38. Min.).

Nach Wiederanpfiff das benannte Spiegelbild – oder nennen wir es das Kössern-Spiel im Ostrauer Stadion. Roßwein nun völlig überlegen und eine Einheit, welche allesamt für einander einstand. Die Abwehr nun sicher – die Offensive nun gefestigt. Güldner und Scholz verdienten sich dabei viel Respekt, da sie viel Laufarbeit auf sich nahmen. Zwar trat gegen Ende die völlige Erschöpfung bei Scholz ein, doch der Lohn dafür waren weitere Tore auf Seiten des RSV. Dähnhardt war es erneut, der die Roßweiner auf Kurs brachte. Die Vorarbeit von Bischoff verwertete er zum 2:2 (60. Min.). Ostrau nun völlig resigniert und von der Rolle. Die Zuschauer merkten das und forderten die Heimmannschaft. Roßwein hatte das Spiel im Griff, musste aber wiederum nochmals zittern als nach einer Ecke der Ball wieder im RSV-Tor landete. Glücklicher Weise mit der Hand noch leicht berührt, pfiff Schiedsrichter Eichelmann diese Aktion zu Gunsten des RSV zurück. Nach gutem Offensivspiel in den RSV-Reihen war es wieder das Sturmduo Jahn und Dähnhardt die für Entsetzen in der Ostrauer Abwehr sorgten. Laufwunder Dähnhardt (diesmal mit Laufwegen bis zum Harthaer Kreuz) nutzte dies sogar, da Ostrau gleich in Kürze zwei Foulelfmeter verursachte. Er versenkte beide Elfmeter im Tor und ließ Roßwein einfach nur jubeln (73./76. Min.). Roßwein nun auswärts immer besser – Borchert noch mit der Chance zum 5:2 und Bischoff sorgte mit seinen Läufen ebenfalls zu weiteren Chancen in höherer Anzahl. Weißbach half der Mannschaft durch starke Paraden, wobei Ostrau gegen stark kämpfende Roßweiner gegen Ende hin die Kraft ausging.

Zu beloben ist hierbei ein sehr faire Ostrauer Mannschaft und ein fehlerfreier Schiedsrichter Eichelmann, welche die Fairness auch in diversen Entscheidungen honorierte.

Roßwein feierte seinen dritten Sieg in Folge und zudem den zweiten nach einem Rückstand. Es läuft, sagte Coach Weißbach der mit seiner Truppe anfangs haderte – danach aber sehr zufrieden war.

vs
27. Juni 2017

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