Sonne – Wind – und ein bisschen Spitzenspielfieber. Alles war dabei und das positive Ende hatten die Roßweiner maßgeblich auf dem Fuß.

Pünktlich 15.00 Uhr ertönte der Anpfiff auf Roßweins Rasen – oder nennen wir es „Wiese“. Von Beginn an zeigte sich das Niveau der Partie. Bereits nach vier Minuten wurden es schon rasant auf Roßweins Seite. Nach einem Freistoß von Hauck verpasste Peter nur knapp das FC Gehäuse. Die Reserve aus Grimma blieb davon aber unbeeindruckt. Mit wilden aber ansehnlichen Fußball agierten die Kicker von Trainer Hannover im Halbfeld des RSV. Dagegen brachte Burkhardt auf Seiten des RSV in Kombination mit Arnold viel Ruhe ins Spiel. Der ein oder andere Nadelstich wurde dabei auch gesetzt – doch Grimma blieb ruhig und besonnen. Auf Seiten des FC wurde es meist du Standardsituationen gefährlich. So konnte Jentzsch in der 17. Minute einen Freistoß nur mit viel Risiko zur Ecke klären. Das schöne Kombinationsspiel, unterbrochen meistens nur vom Offroad – Geländeuntergrund, zwischen Arnold und Burkhardt funktionierte an diesem Tag tadellos – doch meistens verpasste man es lediglich, den Ball erfolgreich im Tor von Torwart Bache zu versenken. Doch von Anspannung auf beiden Seiten zudem keine Spur. Eine Hereingabe von Burkhardt säbelte Arnold weit aus 5-Metern übers Tor ins gegenüberliegende Neubaugebiet. In der 33. Minute blieb einigen im Stadion dann doch die Spucke weg – nach einem Spielzug der Grimmaer kommt Jentzsch aus seinem Kasten. Zehn Meter vor der Mittellinie verspringt Jentzsch der Ball auf dem kunstrasenverdächtigen Geläuf – Ruppelt verpasst seitens des FC diese Großchance – der Ball geht knapp am Tor vorbei. Ungeachtet dessen war Roßweins Abwehr um Kapitän Renner an diesem Tag nicht zu überwinden. Diszipliniert und mit konstanter Zweikampfstärke hinderte man den Grimmaer – Sturm an seinen Möglichkeiten.

Eine starke erste Halbzeit beider Mannschaften ging zu Ende, wobei Roßwein sich leichte Vorteile erarbeitete. Arnold und Peter hatten dabei die Führung auf dem Fuß – Grimma durch Ruppelt den gefühlten Ausgleich.

Die Halbzeitansprache entfiel indes. Trainer Hentzschel vertraut seinen Jungs und diese….. Naja waren in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte noch im der Kabine – nicht auf dem Platz – oder wie auch immer man es nennen konnte. Grimma nutzte das und spielte nun munter auf. Roßwein vorerst komplett abgemeldet und die kleinen Nickligkeiten begannen. Schiedsrichter Kießig war nun gefordert – doch waren ab und an die Entscheidungen im Zufallsprinzip getroffen worden. Grimma zwar optisch stärker aber mehr wie einen Kopfball musste Jentzsch nicht klären. Und wenn Roßwein mal nicht im Spiel ist, dann gibt es Momente die einer ausmacht. Nach Unstimmigkeiten in der Abwehr von Grimma war das Laufwunder wieder mal zu Stelle. In der 71. Minute traf Arnold zwar eigentorverdächtig – doch er steht halt dort, wo man stehen muss. Roßwein jubelte und das Spiel nahm eine Kehrtwende. Es folgte eine weitere Großchance von Burkhardt, welcher danach postwendend zur Seitenauslinie spazierte – dort stand Krondorf bereit – welcher nach langer Pause zurück auf den Platz kam. Verwunderlich war es nicht – man merkte es sofort. Singer der die gesamte Spielzeit wühlte und kämpfte bediente
Krondorf mustergültig auf der Außenbahn – den Schuss parierte Grimmas stärkster Mann – Torwart Bache. Auch die Vorarbeit für Kaulich wurde die Bemühung stark pariert, sodass man optisch zwar überlegen aber ohne weiteren Torerfolg blieb. Die beste Chance indes hätte Krondorf wohl im Zusammenspiel mit Arnold gehabt – nach guter Balleroberung von Hauck und Singer steckte Arnold einen Ball auf den schnellen Krondorf durch. Dieser war im Alleingang auf dem Weg zu Torwart Bache, doch Schiedsrichterassistent Petsch nahm den schönen Spielzug ohne erkenntlichen Grund zurück – die vermeidliche Abseitsposition, getreu dem Regelwerk, erkannte bislang nur er selbst, denn alle anderen im Stadion rauften sich nach dieser Entscheidung die Haare, zumal Krondorf in der eigenen Hälfte angespielt wurde. Möglich aber auch, dass vielleicht auf dieser Seite die Mittelinie nicht mit Kreide bedeckt war. Grimma agierte nun wild mit weiten Bällen – doch den 20 – Meter Hammer parierte Jentzsch in gewohnter Form aber eindrucksvoll. Güldner auf Seiten des RSV vergab zwei weitere aussichtsreiche Torchancen, was aber unbestraft blieb. So konnte man nach gefühlten 95 Minuten den Heimerfolg feiern, wobei hier alle Mannschaftsteile vom Hentzschel – Team großen Anteil daran hatten. Und sollten taktischen Vorgaben von Hentzschel in der Innenstadt von Roßwein nicht gehört worden sein dann lag es vielleicht daran, dass dieser sehr zufrieden mit seiner Mannschaft über die gesamte Spieldauer war.

Roßwein siegte gegen eine starke Grimmaer Mannschaft letztendlich hoch verdient. Das der RSV seine Chancen nicht nutzte war die eine Seite der Medaille – das es zudem Arnold gibt – war die andere. So setzte man sich ein wenig von Grimma ab, wobei nun Sermuther Luft zu spüren ist. Das nächste Topspiel mit aussagekräftigem Inhalt, was erwartungsgemäß wieder mal kategorisch für jeden denkbar einzustufen ist. Denn nun ist Sermuth der Verfolger des RSV – um diese Truppe zu knacken bedarf es wieder einmal einer tadellosen Mannschaftsleistung in allen Ebenen. Vorab aber hat der RSV eine andere Nuss zu knacken – denn Naunhof wird auch alles von Roßwein abverlangen!

vs
26. Juni 2017

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