Roßweiner SV I. – BC Hartha I. 2:2 (1:0)

Die Stimmung war gut – das Stadion voll. Roßwein und ein paar Anhänger vom BC Hartha erfreuten sich an einem Spitzenspiel, was im Verlauf dem Namen gerecht wurde.

Roßwein setzte von Beginn an Akzente und überrannte die Harthaer – Abwehr im Minutentakt. Die Gäste spielten hierbei den klassischen Kreisligafußball und wurden kaum gefährlich. Die Heimelf von Trainer Arnold verpasste es jedoch gefährliche Nadelstiche zu setzen. Schiedrichter Oehme erwischte zudem einen rabenschwarzen Tag. Unzählige Fehlentscheidungen auf beiden Seiten machten das Spiel zum echten Derby. Der RSV tat sich extrem schwer und kam nur ansatzweise über den rotierenden Steenbeck zu erfolgreichen Angriffen. Claassen war es, der aus Nahdistanz zur 1:0 Führung traf. Danach waren Angriffsbemühungen zu sehen, doch waren diese vielmals leichtfertig vergeben worden. Man merkte zudem das Fehlen vom Verletzengespann Brambor/Renner, welche im Spielaufbau klassisch fehlten. Roßwein brachte die knappe Führung in die Pause – Hartha hatte bis dato nichts entgegenzusetzen.

Nach der Halbzeit das gleiche Szenario. Der RSV drückte auf das zweite Tor – Hartha verteidigte und spielte nicht Tabellengerecht. Das 2:0 durch Kropp in der 55. Minute lies alle etwas aufatmen. Danach wurde Steenbeck vom letzten Mann zu Fall gebracht – Rot für Hartha. In Unterzahl mobilisierten die Gäste jedoch neue Kräfte. Roßwein verlor nun völlig den Faden und Hartha spielte munter auf. Nun kam Schiedsrichter Oehme wieder zu seiner Glanztat – ein Schuß ans Ohr von Hauck wertete der Unparteiische als Handspiel. Den Elfmeter verwandelte Fischer knapp im Kasten zum Anschlusstreffer (81. Min.). Roßwein stagnierte nun komplett und brachte sich ständig in Bedrängnis. In der 84. Minute dann der personelle Ausgleich im Spiel. Einen Schuss der Gäste landete am angelegten Arm von Burkhardt – Rot für den RSV und erneut Strafstoß. Diesen nahm sich Müller und verwandelte diesen zum umjubelten 2:2. Die Kartenflut reichte bis zum Abpfiff in der 94. Minute – was im Jubel der Gäste zu erkennen waren.

Das Trainerteam war nicht nur enttäuscht, sondern verstanden die Welt nicht mehr. Überheblich wurden Chancen vergeigt und zudem das Spiel den Gästen überlassen. Hartha bestrafte Roßwein eiskalt aber verdient. Trainer Arnold resümierte das Spiel als Achtungszeichen für den weiteren Weg. Das Fehlen von Stammkräfte, voran Kapitän Renner, machte sich in der hektischen Phase des Spiels besonders bemerkbar.

Wiedergutmachung soll nun in Leisnig erfolgen.

vs
24. Juni 2017

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