Krankenstand so hoch wie nie – II. Männermannschaft springt ein – Training zum Teil abgesagt! Droht Roßwein der Rückrundenkollaps?

Dienstag Abend war klar – kein Training, weil nur vier Akteure gesund sind und trainieren können. Nachdem erfolgreichen Freitagabendtest beim Kreisoberligisten Großenhain (1:2) reduzierte sich nach und nach der Kader von Gerd Hentzschel. Der hohe Krankenstand ist nun kein Einzelfall. Schlimmer trifft es dahingehend Brambor und Krondorf aber dadurch auch das gesamte Team. Ob Krondorf im Kalenderjahr 2016 nochmal die Fussballschuhe bindet, mag man bezweifeln – doch einen Hoffnungsschimmer gibt’s es ja bekanntlich immer. Roßweins Torgaranten Brambor und Arnold hingegen quälen derweil andere Blessuren. Einzig und allein die Abwehrreihen stehen komplett und ohne Kratzer auf dem Rasen. Torwart Jentzsch ist in diesem Fall nicht zu beneiden, da stetig mehr und mehr seiner Vordermänner aus unterschiedlichsten Diagnosen ausfallen. Doch auch hier ist das Ende des Tunnels sichtbar – viele kurieren aus oder nähern sich langsam wieder der Tagesform. Beruhigend jedenfalls für das Hentzschel-Team ist das jedenfalls noch lange nicht. Sagte man doch bereits Testspiele ab oder zog auch weitere Absagen in Erwägung. Das hierbei die Reserve der Herrenmannschaften aushilft ist Ehrensache – doch im Spielbetrieb der Kreisoberliga ist diese Option kein Garant für Erfolg. Die Hilfe untereinander spiegelt das Vereinsleben positiv wieder, doch ist ein Eins zu Eins-Ersatz im Sinne der Leistungsfähigkeit nicht gegeben. Stellt man Prognosen in den Raum oder wegt diverse Konstellationen ab, ist der Rückrundenstart in positiver Art-Weise in weite Ferne gerückt. Doch den Kopf steckt man deswegen nicht in den Sand – zumindest nimmt man die Situation gelassen und sportlich. Abteilungsleiter Jens Arnold jedenfalls ist kein Freund von Unruhe im Verein und lobte indes auch die Einsatzbereitschaft der II. Männermannschaft. Dennoch hofft auch er, dass sich viele wieder erholen und auskurieren, damit man nicht gleich zu Beginn der Rückrunde sich den Rang ablaufen lässt.

Das Trainingslager im heimischen Stadion war indes ein voller Erfolg. Mit kleinen organisatorischen Dingen konnten so viele Aspekte zusammengeführt werden. Lobend äußerte sich auch Coach Hentzschel zu der Einsatzbereitschaft seines Teams in der Vorbereitung.

Abgänge hat der RSV nur eine zu verzeichnen. Max Wolf verließ den Verein in Richtung HFC Colditz. Beim Beziksligisten möchte Wolf neue Impulse für sich setzen. Der Roßweiner SV dankt ihm für seine Leistung und für sein Engagement. Auch er hat großen Anteil am sportlichen Erfolg seiner ehemaligen Teamkollegen. Beim HFC Colditz wurde dieser bereits in Testspielen eingesetzt und zeigte dort herausragende Leistungen. Im Gegenzug fand der RSV Ersatz in den eigenen Reihen – dennoch ist der Kader immer noch zu dünn besetzt, sodass es eine Aufgabe sein wird dies obligatorisch in naher Zukunft zu ändern.

Zusammenfassend liest es sich derzeit sehr eindeutig. Roßwein trägt derzeit eine schwere Last im Sinne einer der Kaderminimierung mit sich herum. Bleibt zu hoffen, dass mit Beginn der Rückrunde alle Spieler wieder zur Verfügung stehen werden. Spekulationen und Mutmaßungen zum Ausgang der Saison im Hinblick auf die aktuelle Vereinssituation lässt der Verein kalt – zudem kennt man die eigenen Stärken und weiß sich auch auf andere zu verlassen. Das Team ist intakt und hat sich auch tabellarisch ein Polster erarbeitet. Besonders für Kritiker eine Steilvorlage – die aber ungenutzt bleiben wird.

Roßwein wird auch diese Hürde nehmen, wobei der Hoffnungsfunke in der laufenden Saison ruhig zeitnah überspringen kann. Und sollte es so sein, dass die Momentaufnahme die Hilfe der II. Mannschaft bedarf, wird diese da sein – nicht so schnell und wendig aber immer zu 100 Prozent.