Roßwein wird Kreisligameister der Staffel A und zugleich steigt man in die Kreisoberliga wieder auf.

Emotionen und Spannung bis hin zum totalen Partyrausch… Momente eines Sonntages die in Erinnerungen bleiben werden – zeitgleich aber den Startschuss für NEUES gegeben haben.

Sonntag 11.30 Uhr… So langsam kommt der RSV in Bewegung. Erste Zuschauer treffen sich zum einstimmenden hopfhaltrigen Getränk – Busse der Mannschaften werden gepackt – letzte Vorbereitungen getroffen. Dann fahren alle gemeinsam zum Gastgeber: SV Medizin Hochweitzschen.

Angekommen und völlig überrascht von den Mühen der Gastgeber. Das Umfeld war sozusagen für das LIGA – Finale geschaffen. Die II. Männermannschaft beginnt gegen die Reserve von Medizin das sportliche Geschehen. Diese Spiel ging mit 1:3 verloren – das Ziel somit verpasst. Enttäuschung auf Seiten der Weißbach – Truppe und Vorfreude auf Seiten der Hentzschel – Elf. Schnell war aber der Frust vorbei, denn nun begann der Showdown im Stadion. Eine Choreographie der Heimfans und der Nachwuchs stimmten die knapp 500 Zuschauer rund um das Geläuf ein. Jetzt war es angerichtet – den letzten Bierbecher gefüllt und los ging es. Schiedsrichter Fix aus Grimma begann die Partie mit sattem Pfiff – das Saisonfinale begann.

Roßwein spielbestimmend – Hochweitzschen aber hellwach. Von Abtasten keine Spur. Roßwein zu Beginn noch ein wenig beeindruckt, doch nach ca. 15 Minuten war davon nichts mehr zu sehen. Guter Spielaufbau mit leichten Fehlern in der letzten Instanz prägten das Bild von der ersten Halbzeit. Renner und Arnold mit Schlussmann Jentzsch dirigierten die Reihen von Trainer Hentzschel. Dieser erteilte immer wieder Korrekturen und forderte einen disziplinierten Spielaufbau. Die Mediziner verkauften sich gut – doch bis auf Standards war keine Gefahr zu erkennen. Dennoch wurde der RSV kämpferisch gefordert. Das Remis zur Halbzeit war für die vielen Zuschauer schon beschlossene Sache – doch da machten viele die Rechnung nicht mit Jens Arnold. Nach guter Vorarbeit durch das Mittelfeld machte er es auf seine Art und traf sehenswert zur umjubelten RSV – Führung. Danach ertönte der Halbzeitpfiff durch Fix. In dieser stellte Hentzschel um – Kaulich ging vom Platz – für ihn kam Max (Schuppan) Wolf.

Nach Wiederanpfiff dann das schnelle Spiel durch Roßweins Burkhardt. Lehmann, der an diesem Tag mehr als brillierte, ging die Außenbahn runter und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden – Resultat Strafstoß. Arnold nahm sich das Leder und vollendete souverän – 2:0 für den Roßweiner SV. Die Mediziner wirkten geschockt und zugleich aggressiv. Peter kontrollierte eine Ball aus dem Halbfeld. Nach dem er im Rasen hängenblieb stieß ihn ein Mediziner zu Boden. Die Emotionen kochten hoch – Renner / Jentzsch alle rannten zum verletzen Mitspieler und Renner klärte die Angelegenheit mit seinem Gegenspieler. Schiedsrichter Fix gab beiden Akteuren die rote Karte, was Kapitän Renner sichtlich mitnahm. Zwar gab’s vom Schiedsrichter Verständnis in dieser Situation, doch das Regelwerk steht da drüber. Ab der 50. Minute nun das Verhältnis 10:10 und Roßwein spielte das clever herunter. Hochweitzschen nun konditionell am Ende – Roßwein über Steenbeck immer weiter aktiv. Schiedsrichter Fix verteilte weiter fleißig Verwarnung und die Mediziner gaben sich langsamer aber sicher geschlagen. In der 97. Minute dann der erlösende Schlusspfiff mit Gelb für Steenbeck, wegen freudigen Ballwegschlagens – und der emotionalen Feier des gesamten Teams. Alle lagen sich in den Armen und feierten das erreichte Kapitel – Meisterschaft.

Ein Fest – ein Team – die Mission Aufstieg – nun auch komplettiert mit dem Meistertitel. Das haben sich alle reichlich verdient – harte Arbeit und viel Disziplin – und ein Trainerteam, was eine gewisse Unterschrift unter das GANZE setzt. Der Kurswechsel Anfang des Jahres wurde belohnt. Konsequenz, Ehrgeiz, Willen und Leidenschaft waren die Leitworte, mit der man die Arbeit der I. Männermannschaft beschrieben kann.

Das die Feierlichkeiten bis in die Nachtstunden andauerten, war wohl abzusehen. Diese eingeschworene Herde ist was Besonderes – feierte man den verletzten Teamkollegen Peter, welcher pünktlich aus dem Krankenhaus Döbeln zurück kam oder tanzte gemeinsam bis in die Abendstunden.

Lässt man den Tag Revue passieren, dann wartet man auf darauf, diesen Tag zu genießen. Den Rahmen dafür legten die Gastgeber mit einer hervorragenden Anlage und einem gut organisierten Finale im Klinikgelände. Für dir Saison und den Rahmen die Veranstaltung, zollen wir dem SV Medizin Hochweitzschen großen Respekt.

Die 182 Zuschauer aus Kreisen des Roßweiner SV danken wir natürlich recht herzlich. Dem Taxi – Unternehmen Thieme danken wir für die Unterstützung im Rahmen des Personentransportes.

Letztendlich sind wir WIEDER da… Kreisoberliga 2015/16….

Und wer hat gewusst, dass die Jungs es schaffen….. 😉

vs
24. Juni 2017
vs
24. Juni 2017

Bildquellennachweis: amitofo / 123RF Stockfoto


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