Marc Borchert fungiert beim Roßweiner SV als F-Junioren-Coach und Sponsorenmanager.

Ohne Fußball geht es nicht: Marc Borchert bringt sich beim Roßweiner SV in verschiedenen Funktionen ein.
Er ist nicht der fußballerische Überflieger, nicht der, über dessen sportliche Leistung in den lokalen Medien geschrieben wird. Dennoch ist Marc Borchert vom Roßweiner SV einer von denen, die im Verein trotz übersichtlichen Talentes von Kindesbeinen an gehegt und gepflegt werden müssen. Sei es, dass sie dem Sport später als Schiedsrichter, Nachwuchsübungsleiter oder eben Sponsorenmanager erhalten bleiben. „Ohne die es nicht geht“, wie es die Kategorie des Fußball-Spezials der 19. Sportlerwahl des Döbelner Anzeigers so treffend beschreibt, in der Marc Borchert für seine vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten nominiert ist.

„Ich mache doch gar nichts, nur meine Arbeit!“, antwortete der 30-jährige Versicherungskaufmann bescheiden auf die Nachfrage, wie er es aufgenommen hätte, auf der Vorschlagsliste zu stehen. Dabei bringt sich der Vater eines einjährigen Sohnes in vielfältiger Weise in den Verein ein. So trainiert er die F-Junioren und kümmert sich um die Sponsoren. Und um selbst Spaß zu haben, spielt er auch noch in der zweiten Männermannschaft. „Auf meine kleinen Goldfüßchen bin ich besonders stolz“, sagt er. „Die Arbeit mit den Zwergen gibt mir einfach Ruhe und Kraft. Die haben sich so gesteigert in der Rückrunde, da muss man einfach drauf stolz sein. Die Kids sind schon der Hammer“, schwärmt ’Borchi’ von der Arbeit mit dem Nachwuchs. Wenn er selbst aufläuft, spielt er mit seinen 1,95 Metern oft in der Abwehr. Aber auch im Tor und auf anderen Positionen war er schon aufgeboten, wobei er sich in der Abwehr am heimischsten fühle. „Vorne, das machen die, die es können“, sagt Borchert, der sich damit fit hält. „Mir geht es wie allen, ohne Fußball geht es nicht“, sagt er und fügt nachdenklich an: „Mit eigentlich ja auch nicht, weil man wenig Zeit hat.“

Begonnen mit dem Fußball hat Marc Borchert 1992 im Alter von sechs Jahren bei Steffen Schwitzky und Helmut Müller. Seitdem ist er Mitglied beim RSV, natürlich mit Unterbrechungen wegen Ausbildung und Bundeswehr. In dieser Zeit bemerkte der Fußballverrückte bereits, dass es spielerisch bei ihm nicht für die Spitze reicht. Den Spaß am Sport ließ er sich dennoch nicht nehmen. „Ich habe damals Frank Arnold schon beim Organisieren von Festen unterstützt, später den Jens und mich so immer mit eingebracht“, erzählt Borchert über seinen Werdegang neben dem Spielfeld. Mit dem Stadionneubau kümmerte er sich dann darum, dass das Roßweiner Stadion neu vermarktet wurde. Dabei schoss er schon mal übers Ziel hinaus, stieß auch manchen vor den Kopf und sich selbst die Hörner ab. Doch was am Ende zählte, war das Ergebnis. Und darauf können Marc Borchert und seine Mitstreiter stolz sein. „4.40 Uhr haben wir am Morgen vor der Stadioneinweihung die letzte Bande überm Tor angebracht. Das darfst du gar niemandem erzählen. Zum Glück hatte ich damals keine Freundin“, lacht er, und ist stolz darauf, was er in kürzester Zeit mit Hilfe von den Anderen auf die Beine gestellt hat. „Alleine geht das nicht“, sagt er und hofft darauf, dass der neue, stark aufgestellte Vorstand zukünftig alle Probleme, die auf den Roßweiner Fußball zukommen, lösen kann. „Perfekt werden wir sicher nie, aber wie sagt man so schön: Acht Räder bewegen mehr als drei“, so Marc Borchert, der felsenfest daran glaubt, dass die erste Mannschaft des Roßweiner SV kommende Saison in die Landesklasse aufsteigt und sich wünscht, dass die E-Junioren in der Regionalkreisoberliga verbleiben. „Und dass sich die A-Junioren, die wir endlich mal wieder haben, etablieren. Denn auch das ist die Zukunft des Vereins!“

Foto: Dietmar Thomas
Quelle: www.sz-online.de


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