Am Samstag reiste der RSV zum vermeintlichen Angstgegner der letzten Jahre nach Böhlen. Konnte doch in den vergangenen Spielen nie etwas Zählbares von der „Jahnbaude“ mitgenommen werden.
15.00 Uhr pfiff Schiedsrichter Stefan Kluge die Partie an. Der RSV übernahm sofort die Initiative und riss das Spiel an sich. Gegen einen sehr tief stehenden Gegner kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Es dauerte bis zur 8. Spielminute, als Polefka nach Eckball von Wlotzka zum umjubelten 1:0 Führungstreffer für den RSV einköpfte. In der 25. Minute konnte Böhlens Torhüter einen Freistoß von Wlotzka nicht festhalten, der aufgerückte Renner bekam im Liegen jedoch nicht genug Druck hinter den Ball – das hätte schon das 2:0 sein können. Aber gerade mal 4 Minuten später luchste der agile Steenbeck den aufgerückten Böhlenern den Ball kurz hinter der Mittellinie ab und beförderte ihn aus ca. 45 m über alle Akteure, samt Böhlens Torhüter, sehenswert zum 2:0 in die Maschen. Der Weg für einen Erfolg der Roßweiner schien geebnet. Spielminute 42, wiederum erkämpft Steenbeck einen Ball aus den Böhlener Reihen, umspielte die gesamte Abwehr und konnte schließlich nur noch vom Heim-Torhüter per Foul gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ronny Singer sicher zum 3:0 für die Gäste.

In der Pause konnten sich die Akteure nun erstmal etwas erholen und sich auf die zweite Halbzeit einschwören. Mit Wiederanpfiff begann die Heimmannschaft aggressiver und offensiver den Spielfluss der Gäste zu stören, was streckenweise auch gelang. Der RSV fand nicht mehr zum Spiel der ersten Hälfte, war jedoch nicht wirklich in Gefahr. Gelegenheiten von Kaulich und Brambor blieben leider ungenutzt. In der stärksten Phase der Platzherren msste Jentzsch 2 mal auf dem Posten sein (73. Minute) und war dann doch gegen einen sehenswerten Kopfball von Böhlens Lippmann machtlos. Die Gastgeber verkürzten in der 76. Minute auf 1:3. Nun wurde es hektisch auf dem Platz, der Schiedsrichter bekam richtig zu tun, gingen die Böhlener nun doch zunehmend ruppiger zu Werke und kommentierten ziemlich jeden Pfiff des Unparteiischen. Daraufhin verteilte dieser 3 gelbe und zwei gelb-rote Karten an die Platzherren. Der RSV konnte sich, mit den zwischenzeitlich eingewechselten Peter und Lehmann, jedoch erfolgreich wehren und diese hektische Phase ohne weitere Gegentreffer überstehen.

Am Ende stehen drei Punkte und ein ungefährdeter Auswärtssieg an der Jahnbaude in den Büchern. Der Fluch um den jahrelangen „Angstgegner“ ist endlich gebrochen. Mannschaft, Funktionsteam und die mitgereisten Fans waren sichtlich erleichtert und glücklich über diesen überaus verdienten Sieg.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.