Bei winterlichen Temperaturen war der RSV am Samstag in Deutzen zu Gast. Auf vier Positionen umgestellt startete der RSV engagiert und spielte von Beginn an offensiv Richtung Heimgehäuse.
Immer wieder wurde das Spiel über das Mittelfeld eröffnet, auf die Außen verlagert und dann schnell in die Spitze gespielt. So erarbeiteten sich die Roßweiner mehrere gute Möglichkeiten. In der 24. Minute zog Benjamin Brambor aus ca. 16 m ab, der Ball wurde noch abgefälscht und landete zum verdienten 1:0 im Netz der Heimmannschaft. Von den Gastgebern war bis dahin, bis auf ein paar harmlose Angriffsversuche, nicht viel zu sehen. Roßwein machte weiter Druck. Nach einem Fehler in der Deutzner Abwehr war Stephan Krondorf urplötzlich frei auf der Grundlinie, hob den Ball auf den heraneilenden Brambor, der völlig freistehend per Kopf auf 2:0 erhöhte. Das Spiel lief, wie es sich die Roßweiner vorgestellt hatten und mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.

Die zweite Halbzeit begann und es waren Parallelen zum Böhlen-Spiel erkennbar. Roßwein nicht mehr so präsent, der Gegner stand höher, machte früher Druck um den Spielaufbau zu stören. Zunehmend versuchten die RSV-Kicker mit langen Bällen gefährlich zu agieren, vergaßen dabei den geordneten Spielaufbau aus der ersten Hälfte. In der 62. Minute dann ein steiler Pass in die Schnittstelle der Viererkette und Sören Franke verkürzte auf 1:2. Diese Pässe spielten die Platzherren dann immer wieder. In der 68. Minute kam auf Seiten der Gäste Steve Müller für Tom Seydel. In der 71. Minute konnte Ronny Singer seinen Gegenspieler auf rechts außen und noch weit vorm eigenen Tor nur mit einem „Allerweltsfoul“ bremsen. Zum Entsetzen aller Beteiligten gab es nicht nur den berechtigten Freistoß, sondern auch noch die glatt rote Karte für den Roßweiner Innenverteidiger. In dieser Phase musste der RSV nun erneut umstellen, war man schließlich mit einem Mann weniger auf dem Platz. Die Minuten, die der RSV brauchte um diese Umstellung zu verarbeiten, nutzten die Gäste in der 76. dann zum Ausgleich. In der dann verbleibenden Zeit spielten die Roßweiner mit nur 9 Feldspielern wieder besser, zielstrebig nach vorn und suchten dort immer wieder die einzige Spitze Benjamin Brambor. Dieser, nun meist durch zwei Abwehrspieler attackiert, hatte noch zwei Möglichkeiten, Steve Müller verzog nach schöner Vorarbeit von Stanley Steenbeck knapp – und nach 90 Minuten war das Spiel dann auch aus. Endstand 2:2 – aufgrund des Spielverlaufes enttäuschend für den RSV. Unter normalen Umständen ist ein Punkt auswärts nicht das Schlechteste…

RSV: Jentzsch, Zerge, Singer, Steenbeck, Wlotzka, Seydel, Brambor, Polefka, Lehmann, Burkhardt, (Müller)


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.